Hülseberg

Stadt Osterholz-Scharmbeck

Hülseberger Sporthalle heißt nun Ingo Finken Halle

Im Rahmen des diesjährigen Sommerfestes erhielt die Sporthalle der Sport-Gemeinschaft den Namen Ingo Finken Halle. In seiner Rede machte Vorsitzender Klaus Sass in Beisein von Finkens Witwe Elisabeth, Landrat Bernd Lütjen und Kreissportbundvertreter Arndt Petersen deutlich: "Es war ein Glücksfall für den Sport, so lässt sich die Übergabe und Bereitstellung dieser Halle und ihrer Vorgängerhallen für den Sport in Hülseberg und um zu kurz gefasst umreißen. Es war ein noch größerer Glücksfall für den Sport, dass Ingo Finken hier in Hülseberg lebte und wirkte. Beides wird nun mit der Namensgebung unserer Sporthalle in "Ingo Finken Halle" miteinander verbunden".
 
Sass führte aus, dass zunächst wurde von den sportbegeisterten Mitgliedern der SGH eine ehemalige Holzbaubaracke aus Bremen ab Ende der siebziger Jahre als Sporteinrichtung genutzt wurde. Lange Zeit waren die Möglichkeiten der sportlichen Betätigung des Vereins dennoch sehr eingeschränkt. Und irgendwann waren die räumlichen Verhältnisse schlichtweg nicht mehr zeitgemäß. Der Zahn der Zeit nagte damals nicht am Gemäuer sondern massiv am Holz. Wie oft lagen die Mitglieder dem Vorstand deshalb in den Ohren. Sie haben Erfolg gehabt. Aus der erst angedachten Instandsetzung wurde dann eine Generalsanierung.
 
Insgesamt 4158 Stunden investierten die Mitglieder und die fleißigen Helfer aus der Ortschaft für den Neubau der vereinseigenen Sporthalle. Am 17. Oktober 1992 fing die Baumaßnahme an, am 3. Dezember 1996 war sie endgültig abgeschlossen. Die Arbeitsstunden verteilten sich auf die Jahre wie folgt:
 
1992 -  597 Stunden
1993 – 1709 Stunden
1994 -  544 Stunden
1995 -  867 Stunden
1996 –  441 Stunden
 
Vorsitzender Klaus Sass benannte noch einmal die Personen, die damals die meisten Arbeitsstunden leisteten:
Eckhard Heibült, Ingo Finken, Klaus Sass, Max Mayr, Hans-Joachim Röhrmann und Marc Mayr.
 
Nicht einmal zehn Jahre später war dann die heile Sporthallenwelt der SGH zerstört. Durch ein Feuer in der Nacht zu Ostersonntag 2004 brannte die in jahrelanger mühevoller Arbeit zu einem Prunkstück umgebaute Sporthalle vollständig ab. "Über Nacht, so der Vorsitzende, standen wir plötzlich mit völlig leeren Händen da. Wir hatten nichts mehr, keine Halle, keine TT-Platte, keine Gymnastikmatte, gar nichts. Was blieb, war die Hoffnung und viel Arbeit für den erfahrenen Kassenwart und den 1. Vorsitzenden".
 
Klaus Sass machte deutlich, dass Hallen-Namensgeber Ingo Finken auch beim Neuanfang, beim Neubau wieder zur Stelle war, als es darauf ankam. "Der Verein konnte auf ihn bauen, er trieb den Wiederaufbau weit über seine eigentlichen Aufgaben voran, er koordinierte und telefonierte mit den Baufirmen und legte oft selbst noch Hand mit an, wenn  Geld einzusparen war. Am 3. Adventsonntag 2005 konnten wir die offizielle Einweihung unserer neuen und größeren Sporthalle feiern", so der 1. Vorsitzende weiter.
 
Abschließend ging Sass auf die Verdienste von Ingo Finken ein. Ingo Finken gründete zusammen mit Klaus Sass und den bereits verstorbenen Theo Zörner und Hinrich Hoppen 1976 die Sport-Gemeinschaft Hülseberg. Von Beginn an bis zum Jahre 2009 war Ingo Finken Kassenwart. 2009 wurde er zum 3. Vorsitzenden gewählt.
 
Er war maßgeblich an der Herrichtung des Sportplatzes und wie bereits erwähnt, maßgeblich am Umbau der alten Holzsporthalle beteiligt. Darüber hinaus war er langjähriger Fahnenträger des Vereins.
 
2005 würdigte ihn die Stadt Osterholz-Scharmbeck beim Tag des Ehrenamtes. Der Landessportbund Niedersachsen würdigte die sportlichen Verdienste von Ingo Finken 2008 mit der Verleihung der silbernen und 2010 mit der Verleihung der goldenen Ehrennadel. Im gleichen Jahr ernannte die Sport-Gemeinschaft Ingo Finken vollkommen zu recht zu ihrem 1. und bisher einzigen Ehrenmitglied.
 
"Ingo Finken hat mit seinem Wirken die Entwicklung des Vereins maßgeblich mitgestaltet und sich große Anerkennung und Respekt auch über die Vereinsgrenzen hinweg erworben.
 Er war ein Multitalent, ein Alleskönner. Hatte er für den Verein etwas als richtig und wertvoll erkannt, arbeitete er rastlos, unermüdlich, mit unbändigem Fleiß daran. Er war unnachahmlich und bereicherte den Verein wie kaum ein anderer. Er war aber auch Zuhörer, Ratgeber und guter Freund", so Klaus Sass mit bewegter Stimme..
 
Am 4. Januar 2014 ist Ingo Finken überraschend verstorben. Als Dankeschön für all das, was er für die Sport-Gemeinschaft Hülseberg getan, geleistet und erreicht hat, beschloss der Vorstand, das Lebenswerk Ingo Finken dadurch zu würdigen, dass die vereinseigene Sporthalle von nun an den Namen Ingo Finken Halle führen soll.

Zusammen mit Ehefrau Elisabeth enthüllte Klaus Sass das Namensschild und bedankte sich bei den vielen Gästen für ihre Anwesenheit, die er  als Zeichen großer Wertschätzung für Ingo Finken ansehe.