Hülseberg

Stadt Osterholz-Scharmbeck

Geringe Resonanz bei informativen Vorträgen - Schade!

Immer wieder werden Senioren Opfer von Straftaten. Was vielleicht zuerst harmlos aussieht, entpuppt sich am Ende als Verbrechen. Wie schützt man sein Eigentum, wie schützt man sich vorm „Enkeltrick“, wie geht man mit den sogenannten „Haustürgeschäften“ um? Um diese Fragen und sicherlich noch viele mehr zu beantworten, hatten Hülsebergs Ortsvorsteher Klaus Sass und die Arbeiterwohlfahrt Osterholz-Scharmbeck zu einem Informationsvortrag ins Landhaus „Zur Alten Post“ in Hülseberg eingeladen.

In seiner Begrüßung machte Klaus Sass deutlich, dass Senioren zunehmend von kriminellen Machenschaften bedroht und häufig eine leichte Beute sind. Das Bild, das die Werbung suggeriere, Ältere seien in der Regel „aktiv und fit“, sei eben nicht allgemein gültig. Die Reaktionen von früher lassen nach. Ältere, so das Fazit von Sass, können sich nur begrenzt selbst schützen oder geschützt werden. Was Älteren besonders Schwierigkeiten mache, sind ungewohnte Situationen und unvermutete Angriffe, auch auf ihr Hab und Gut. Die Kriminellen werden immer erfinderischer. Was ältere Menschen bräuchten, seien Ansprechpartner.

Hier setzte der Vortrag trotz geringer Resonanz an. Sass und Tanja Motscha, Vorsitzende des AWO-Ortsverein, zeigten sich deshalb auch ein enttäuscht vom mangelnden Interesse. Das es dennoch für die rund 20 Besucher ein informativer Vortragsabend wurde, dafür sorgten Kriminaloberkommissar Joachim Kopietz, Beauftragter für Kriminalpräventation bei der Polizeiinspektion Verden/Osterholz, sowie Daniel Schlegel, Sicherheitsexperte der Firma Kolster aus Osterholz-Scharmbeck.

Joachim Kopietz informierte anfangs über die bekanntesten Betrugsmaschen gegenüber Senioren und gab Tipps wie diesen Betrugsfällen im Alter vorgebeugt werden kann. Beim Thema Einbruchschutz berichtete er über 420 Einbrüche in 2016 im Landkreis Osterholz, von denen es bei 162 Taten nur beim Versuch blieb. In den meisten Fällen kamen die Täter durch aufgehebelte Fenster (31,5 %), Terrassentüren (24 %) und Türen (16 %) ins Haus. Er machte deutlich, dass das subjektive Empfinden von Sicherheit, dass die Seelenlage der Menschen prägt, ebenso wichtig sei wie die objektiv garantierte Sicherheitslage. Sein abschließendes Fazit: Einen absoluten Schutz vor Einbruch gibt es nicht.

Der Mythos, dass Einbrecher nur nachts, in den Ferien und in Einfamilienhäusern zuschlagen, hält sich hartnäckig. Fakt ist jedoch, so Daniel Schlegel, dass sie meistens tagsüber, wenn niemand zu Hause ist, einbrechen. Deshalb riet er dazu, den Einbruchschutz seines Zuhauses mit mechanischen Sicherheitseinrichtungen als Zusatzelemente zu erhöhen..

Die Investition in guten Einbruchschutz lohnt sich führte Schlegel weiter aus – denn schon der Abschreckungseffekt sorgt oftmals dafür, dass der Täter weiterzieht.

An Hand eines Kunststofffensters zeigte Schlegel wie man es in nicht einmal zehn Sekunden mit einem Schraubendreher öffnen könnte. An gesicherten Fenstern und Türen scheitert ein Einbrecher in der Regel. Dort muss er länger Zeit verbringen, als ihm lieb ist. Denn mit steigender Zeit wächst sein Risiko entdeckt zu werden. Die Investition in guten Einbruchschutz lohnt sich also appellierte der Fachmann.

Sowohl Kopietz als auch Schlegel kommen zur Beratung auch ins Haus. Joachim Kopietz ist unter 04231-806108 oder per Fax unter 0511-9695630035 erreichbar. Mit Daniel Schlegel können sie unter 04791-92150 oder unter info@kolster-osterholz.de kontakten.